Erfolgsberichte

Jake Sunday kreiert Alice Arcade

Ein Teenager verschreibt sich der Revolutionierung des spielerischen Programmierunterrichts

“Ich habe beschlossen, etwas Großartiges zu schaffen.” Eine Aussage voller Inspiration, die Sie wohl nicht allzu häufig von einem 16-jährigen zu hören bekommen. Jake Sunday stellt jedoch in vielerlei Hinsicht eine Ausnahme von der Norm dar. Der Teenager und Schüler einer High School in Utah kann bereits einige bemerkenswerte Errungenschaften für sich verbuchen – er hielt einen Vortrag bei der JavaOne4Kids, einer der größten Informatikkonferenzen für Jugendliche aus Nordamerika, außerdem ist er Schöpfer und Entwickler von Alice Arcade, einem Programmierprojekt, mit dem Kinder und Jugendliche lernen, Code zu schreiben, und er ist Produzent der überaus beliebten derzeitigen Ausstellung im Leonardo Museum in Salt Lake City.

Jake hat vor mehr als acht Jahren seine ersten Informatikerfahrungen durch die Teilnahme an einem Technologie-Grundlagenkurs gesammelt, bei dem er eine Einführung in die Programmiersprache Java und die Entwicklung von 3-D-Animationen erhielt. Ausgehend von diesem Ansatz ist er einfach am Ball geblieben und tiefer in die Materie des Programmierens eingetaucht. Im Oktober 2015 hat Jake an der JavaOne4Kids teilgenommen, einem von der Oracle Academy gesponserten Event, das jährlich am Samstag vor Eröffnung der Oracle OpenWorld abgehalten wird, wo er an Workshops der Oracle Academy beteiligt war. Jetzt verfügt er bereits im Alter von 16 Jahren über fundierte Java-Kenntnisse und setzt seine Fähigkeiten ein, um Spiele zu entwickeln und andere Schüler für die Informatik zu begeistern.

Jakes größtes bisheriges Projekt, Alice Arcade, hat dafür gesorgt, dass er für einen Vortrag bei der JavaOne4Kids 2016 eingeladen wurde: Alice Arcade bietet eine Einführung in die Grundlagen der Java-Programmierung in Form eines Spiels im Retrodesign, das an Klassiker wie Pac-Man™ und Frogger™ erinnert und von Jake mit dem Programmierlerntool Alice kombiniert wurde.

Alice wurde von einem Team unter Anleitung der Carnegie Mellon University entwickelt und lädt Anfänger dazu ein, die Grundlagen der Java-Programmierung mittels 3-D-Animationen, Geschichten und Spielen per Drag & Drop-Funktionen zu erlernen, wobei Bewegungen Befehlen in der Programmiersprache entsprechen.

Da Alice sich bei der Einführung von Anfängern in die Grundlagen der Programmierung bereits bewährt hatte, wusste Jake, dass er die richtige Entwicklungsumgebung gewählt hat, um anderen Einsteigern beim Erlernen der Programmiersprache zu helfen. Ihm gefällt laut eigener Aussage besonders an Alice, dass die Schüler ein tiefes Verständnis der Java-Grundlagen vermittelt bekommen, ohne es zu merken.


Etwas Großartiges schaffen

Es hat damit begonnen, dass ich an der JavaOne4Kids teilgenommen habe. Nachdem ich dort die vielen Leute getroffen habe, die all diese tollen Dinge leisten, habe ich mich dazu entschlossen, selbst etwas Großartiges zu schaffen.


Alice Arcade ist das Ergebnis von Jakes Erfahrungen mit Alice bei der JavaOne4Kids 2015. „Es hat damit begonnen, dass ich an der JavaOne4Kids teilgenommen habe. Nachdem ich dort die vielen Leute getroffen habe, die all diese tollen Dinge leisten, habe ich mich dazu entschlossen, selbst etwas Großartiges zu schaffen“, sagte Jake. Beeindruckt von Alice nutzte Jake seine neu erlernten Fähigkeiten dazu, das Arcade-Spiel zu entwickeln. Alice Arcade wurde entwickelt, um eine benutzerfreundliche Einführung in die Programmierung mit schrittweisen visuellen Anleitungen und Aufforderungen zu bieten, in denen der Benutzer alle erforderlichen Kenntnisse vermittelt bekommt.

Bei der Entwicklung von Alice Arcade ging es Jake nicht nur darum, zu zeigen, zu welchen Leistungen er imstande war. Seine Arbeit stellte er in den Dienst einer größeren Sache: Als Pfadfinder bei den Boy Scouts of America sollte er im Zuge eines Projekts namens „Eagle Scout Service Project“ seine Führungsstärke unter Beweis stellen, indem er einen Dienst an der Gemeinschaft vollbringt. Er erläutert, dass die Aufgabe darin bestand, die Gemeinschaft, Schulen sowie Kirchengemeinden einzubeziehen, und er glaubt, dies mit Alice Arcade erreicht zu haben.

Falls es überhaupt irgendwelche leisen Zweifel an Alice Arcade gegeben hatte, waren diese zudem endgültig aus dem Weg geräumt, als die Kuratoren von The Leonardo in Salt Lake City sein System in die Dauerausstellung aufnahmen.

Seit dem Jahr 2011 arbeitet The Leonardo – ein Museum der Wissenschaft, Technologie und Kunst – daran, die Menschen an neue Erfindungen heranzuführen und die Gemeinschaft für technische Innovationen zu begeistern.

„Es ist eines der derzeit beliebtesten Ausstellungsstücke im The Leonardo, und es wurde von einem 16-Jährigen entwickelt“, gibt Jake bescheiden zu bedenken. „Ich mag, dass sich die Kids darauf einlassen und dass sie mein Spiel spielen möchten.“ Ihm gefällt besonders, wenn die Kids keine bisherigen Erfahrungen mit Programmierung haben und durch sein Spiel Lust bekommen, programmieren zu lernen.
 

Zukunftsorientiert

Viele Schulen vernachlässigen immer noch den Informatikunterricht. Ich würde mir wünschen, dass sich das ändert. Ich habe jedoch großes Glück, dass dies bei meiner Schule anders ist.


Jake ist fest davon überzeugt, dass jeder Schüler heute wenigstens ein paar Programmierkenntnisse vermittelt bekommen sollte.

Wenn es nach ihm ginge, würden Kinder sogar noch vor der High School Informatikeinführungen erhalten. Er findet, dass die Middle School der perfekte Zeitpunkt ist, um Java Fundamentals mit Tools wie Alice zu erlernen. „Ich bin der Meinung, dass es sowohl in den Middle Schools als auch in High Schools und Colleges Informatikangebote geben sollte, sodass jeder die Möglichkeit zum Erlernen von Programmierkenntnissen hat, auch wenn man es vorher nicht mochte. Man kann ja erstmal nur die Grundlagen vermitteln.“

Warum? Er zögerte nicht, uns mitzuteilen, dass es im Jahr 2020 2,5 Millionen offene Stellen im Bereich der Informatik geben wird und dass er befürchtet, dass es nicht ausreichend ausgebildete Menschen geben wird, um diese Stellen zu besetzen.

Er entschied sich für ein Spielsystem als Vehikel für sein Alice-Projekt, da er – wie auch viele andere Lehrkräfte, die doppelt so alt sind wie er – beim Vermitteln der Programmierkenntnisse Wege einschlagen möchte, die junge Menschen ansprechen und für die Programmierung begeistern können. „Viele Schulen vernachlässigen immer noch den Informatikunterricht. Ich würde mir wünschen, dass sich das ändert. Ich habe jedoch großes Glück, dass dies bei meiner Schule anders ist. Bei uns gibt es pro Jahr zwei Computerkurse“, verkündet er stolz und bemängelt gleichzeitig, dass viele Schulen des Landes „nicht einen einzigen Kurs anbieten“.

Seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Informatik basieren eindeutig zum Teil darauf, dass ihm dieser Weg von seiner Schule geebnet wurde. Seine Schule konnte ihn als institutionelles Mitglied der Oracle Academy gut auf diese Art von Projekten vorbereiten, die er jetzt begeistert angeht.

Es ist eindeutig zu bemerken, dass Jake sich schon seine eigenen Gedanken zur Zukunft des Informatikunterrichts gemacht hat, und er ist bemüht, dies mit Alice Arcade nachhaltig umzusetzen. Wie sehen denn seine Zukunftspläne aus? Jake zieht noch verschiedene Optionen und unterschiedliche Laufbahnen in Betracht. Er spricht voller Begeisterung davon, sich bei den besten Informatikinstitutionen für Spieldesign und Programmierung zu bewerben, und ohne Zweifel wird er sich in den nächsten Jahren weiter in der Welt der Informatik einen Namen machen.
 


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